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Epilepsie Beratung Augsburg / Nordschwaben
Seit 01.01.2010 gibt es ein neues Beratungsangebot für Epilepsie in Schwaben. Das Angebot gilt für Betroffene jeden Alters, vom Neugeborenen bis ins hohe Alter und deren Angehörige. Wir unterstützen an Epilepsie erkrankte Menschen auf ihrem Weg, ein selbstbestimmtes Leben bei möglichst hoher Lebensqualität und Zufriedenheit führen zu können.
Wir kooperieren mit den seit Jahren verankerten Selbsthilfegruppen und leisten gezielte Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit. Im Aufbau ist die Zusammenarbeit mit allen je nach Lebensphase relevanten Einrichtungen, z.B. Kindergarten, berufsspezifische Kontakte, Seniorenberatungsstellen.
Unser Einzugsgebiet ist die Stadt Augsburg und die Landkreise Augsburg-Land, Aichach-Friedberg, Donauwörth, Dillingen und Günzburg.
Selbstverständlich ist die Beratung vertraulich und kostenlos. Sie wird durch den Bezirk Schwaben gefördert
Ansprechpartner: Claudia Hackel, Tel: 0821/400-4945, Fax: 400-4849 e-mail: claudia.hackel@bunter-kreis.de
Flyer als pdf zum herunterladen
Große Resonanz beim Eröffnungssymposium der Epilepsie Beratung am 06.05.2010 beim Bunten Kreis
Zahlreiche Interessenten sind der Einladung zum Eröffnungssymposium am 06.05.2010 gefolgt. Das Thema "Leben mit Epilepsie" sprach Menschen aus ganz unterschiedlichen Hintergründen an: So nahmen Betroffene und Angehörige, Vertreter von Arbeitsagenturen und Integrationsfachdiensten, Behindertenbeauftragte der Landkreise, Lehrer und Erzieher von Schulen und Fördereinrichtungen, Ärzte, Kollegen aus Beratungsstellen und andere mehr an der Veranstaltung teil.
Nach Begrüßung, Einstimmung und Information zur Tätigkeit der Epilepsie Beratung durch Herrn Otte, Geschäftsführer der Bunter Kreis Nachsorge gGmbH und Frau Hackel, Leitung der psychosozialen Beratungsstelle für Epilepsie, referierte OA Dr. Penzien -Neuropädiatrie der Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum Augsburg- über "Epilepsie im Kindes- und Jugendalter". Mit der Ankündigung "ich weiß, das ist nicht schön" zeigt er anschaulich per Video-Aufzeichnungen verschiedene Anfälle. Frau OÄ Dr. Kraus -Neurologin und Leitung der Epilepsie-Ambulanz am Klinikum Augsburg- führte das Thema weiter zu "Epilepsie im Erwachsenenalter", den Ursachen und vor allem auch welche Auswirkungen im Lebensalltag mitbetrachtet werden müssen wie z.B. Führerschein, Beruf.
Die Vertreter der 3 aktiven Selbsthilfegruppen, SHG Augsburg, SHG Donauwörth und SHG Familien mit anfallskranken Kindern, berichteten von ihren Treffen, Inhalten und Terminen. Hier wurde deutlich, wie wichtig der Baustein Selbsthilfe im Unterstützungsangebot für Epilepsiebetroffene ist.
Gestärkt nach einem Pausenimbiss und gut versorgt mit Info-Material ging es in den zweiten Teil. Herr Brodisch, Epilepsie Beratung München, stellte das neue Projekt "Netzwerk Epilepsie und Arbeit" vor. Die Netzwerkmitarbeiter beraten betroffene Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Entwickelt werden Kompetenzzentren zur Begutachtung von gefährdeten Arbeitsplätzen unter Beteiligung von betroffenem Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Neurologe, Betriebsarzt, Integrationsamt / Integrationsfachdienst und Mitarbeiter der Epilepsie Beratung.
Abgerundet wurde das Thema durch Frau Müller vom Integrationsfachdienst der Kath. Jugendfürsorge in Augsburg. Sie stellte das Unterstützungsangebot vor, das als niedrig schwellige Erstberatung und dann im Auftrag eines Leistungsträgers für die konkrete Begleitung erbracht wird.
Beendet wurde das gelungene Eröffnungs-Symposium mit dem Ausblick auf Wiederholung, um weitere wichtige Themen der Epilepsie aufzugreifen. Die Veranstalter bedanken sich bei den Referenten für ihre Mitgestaltung, bei den Helfern fürs Organisatorische und bei den Zuhörern für das Interesse am Thema "Leben mit Epilepsie".
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