6. Bayerisches Kinderpalliativsymposium

Unter dem Motto „Ist es denn schon so weit? Palliativ-versorgung für Kinder und Jugendliche“ fand am Samstag, 8. Oktober, das 6. Bayerische Kinderpalliativsymposium im Augustanasaal in Augsburg statt. Veranstalter des Symposiums war das Kinderpalliativnetzwerk Schwaben, organisiert wurde es federführend von der Stiftung Bunter Kreis, Elisa Neuburg und dem Kinderhospiz St. Nikolaus. Mit über 170 Teilnehmern war es hervorragend besucht.

Eröffnet wurde das Symposium von der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml: „Die Hospiz- und Palliativversorgung für Kinder und Jugendliche ist mir ein besonderes Anliegen“, so die zweifache Mutter. „Die Vernetzung einzelner Hospiz-Einrichtungen untereinander ist äußerst wichtig, um die Versorgung von unheilbar kranken Kindern zu verbessern.“

Am Vormittag berichteten Fachkräfte von ihren Erfahrungen auf dem Gebiet der Hospiz- und Palliativversorgung. So interviewte z.B. Dr. Georg Fröhlich, leitender Arzt des Kinderhospiz St. Nikolaus, in einem bewegenden Gespräch einen Vater, der im vergangenen Jahr seine Tochter verloren hat. Nachmittags fanden Workshops zu Themen wie „Symptomkontrolle“ oder „Trauerprozesse vor dem Tod“ statt.

Als „vollen Erfolg“ bezeichnete Professor Dr. Dr. Michael Frühwald, ärztlicher Leiter der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung des Bunten Kreises und Chefarzt der I. Klinik für Kinder und Jugendliche, Klinikum Augsburg, die Veranstaltung. „Wir sind überwältigt von der Teilnehmerzahl, zeigt sie uns doch, dass das Thema in Fachkreisen längst kein Tabu mehr ist.“ Auch die Teilnehmer lobten am Ende des Tages die interessanten Vorträge und spannenden Workshops.

Das Kinderpalliativnetzwerk Schwaben

Im Kinderpalliativnetzwerk Schwaben treffen sich regelmäßig niedergelassene Kinderärzte, Vertreter der Kliniken für Kinder und Jugendliche, ambulante Pflegedienste, Nachsorgeeinrichtungen und Beratungsstellen, um eine verbesserte Versorgung von Kindern mit lebensverkürzenden und lebensbedrohlichen Erkrankungen zu erreichen. Das Netzwerk hat in den letzten Jahren den Ausbau der ambulanten Hospiz- und Palliativversorgung stark vorangetrieben.

Vertreter des Bunten Kreises, der Kinderklinik und des Kinderhospiz St. Nikolaus gemeinsam mit Staatsministerin Melanie Huml (links).
Foto: Bunter Kreis
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